Vegane Schokolade

Super lecker auch ganz ohne Milch vegane Schokolade genießen

Als Veganer kann man gar keine leckere Schokolade mehr essen? Das wäre tatsächlich ausgesprochen schade, ist aber, so wie vieles, schlichtweg ein Vorurteil. Denn natürlich gibt es mittlerweile auf dem Markt eine ganz erstaunliche Bandbreite an veganer Schokolade in allen Variationen. Und zwar nicht nur Zartbitterschokolade, die von Natur aus ohne Milch hergestellt wird! Für vegane Schokolade kommt anstelle von Kuhmilch einfach Reismilch, Kokosmilch oder eine andere pflanzliche Milch zum Einsatz. Das Ergebnis kann sich sehen- und schmecken lassen.

Das solltest du unbedingt über vegane Schokolade wissen:

  1. Zartbitterschokolade ist fast immer vegan, denn dafür wird normalerweise keine Milch, manchmal jedoch Butterreinfett verwendet. Also besser aufs Etikett schauen!
  • Mit Schokolade suggeriert man häufig, dass zwingend auch Milch darin enthalten sein muss. Das ist aber falsch. Generell ist in Schokolade keine Milch – nur eben in Milchschokolade. Wenn du dich erst mal an den bitteren Geschmack, den Kakao normalerweise hat, gewöhnt hat, schmeckt dir vielleicht sogar die pure Schokolade, also ohne Milch, besser.
  • Vegane Schokolade ist leider derzeit noch etwas teuer als nicht-vegane. Für Zartbitterschokolade gilt das allerdings nicht.

Schokolade für Veganer – die Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sich in veganer Schokolade wiederfinden, das kommt ganz darauf an, um welche Sorte es sich handelt. Grundsätzlich steckt in Schokolade ein bestimmter Anteil an Kakao, je höher dieser ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich um keine Milchschokolade, sondern um eine Zartbittervariante handelt. Außerdem kommt fasst immer Zucker zum Einsatz, manchmal auch Zuckerersatzstoffe wie Agavendicksaft, Kokosblütenzucker oder Dattelsirup. Anstelle der Kuhmilch verwenden die Hersteller meistens eine pflanzliche Milch. Die Auswahl ist schließlich groß und reicht von Hafermilch über Reismilch bis hin zu Kokosmilch.

Vegane Schokolade: die Urform der Schokolade

Auch das wissen viele nicht: Schokolade ist überhaupt nicht „von Haus aus“ unvegan und mit Milch, ganz im Gegenteil. Die Kakaobohne wurde von den Azteken angebaut und daraus braute man dann ein Kakaogetränk. Es wurde nur von den Reichen und den Herrschern getrunken und beinhaltete neben Kakaopulver auch Zucker, Wasser und Gewürze.

Erst viel später kam man auf die Idee, den etwas bitteren Geschmack, den eine Kakaobohne von Natur aus hat, mit Milch und Zucker zu „überdecken“ bzw. an den Geschmack des Menschen anzupassen.

Wenn du einmal rohe Kakaobohnen probierst, wirst du schnell merken, dass der Geschmack mit dem, was wir uns unter Schokoladengeschmack vorstellen, nicht viel zu tun hat.

Vegane Schokolade kaufen – was gibt es zu beachten?

Die größte Auswahl an veganer Schokolade findest du im Naturkostladen, teilweise auch im Supermarkt. Solltest du nicht fündig werden oder keinen erreichbaren in deiner Nähe haben, kannst du vegane Schokolade natürlich auch im Internet bestellen. Hier ist die Auswahl immer noch am größten.

Leider ist Schokolade für Veganer meistens immer noch teurer als die mit Kuhmilch. Warum das so ist, liegt auf der Hand. Zum einen ist der Markt dafür noch deutlich kleiner, zum anderen sind die Preise für Reis- oder Kokosmilch derzeit noch deutlich höher als für Kuhmilch. Insofern wundert es auch nicht, dass vegane Schokolade ebenfalls teurer ist.

Solltest du dir nicht sicher sein, ob die Schokolade wirklich vegan ist, schau nach dem Vegan-Siegel. Ist keines auf dem Produkt zu finden, kann es sein, dass die Schokolade trotzdem vegan ist. Nimm einfach die Zutatenliste genauer unter die Lupe. Butterreinfett und Milch sollten sich nicht darin befinden. Auch Aromen können im Zweifelsfall immer auch unvegan sein.

Wenn auf dem Produkt jedoch steht „Kann Spuren von Ei und Milch enthalten“, ist sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vegan. Das hießt im Klartext, dass keine Milch drinsteckt, dass die Schokolade aber in einer Firma hergestellt wurde, in der auch Milch verarbeitet wird. Besonders für Allergiker ist das ein wichtiger Hinweis, für Veganer aber bedeutet es: grünes Licht.

Vegane Schokolade beim Biomarkt

Vieles spricht dafür, die Schokolade im Bioladen zu kaufen. Warum? Weil das Produkt, wenn es Bio Qualität hat, eine bessere Qualität hat als vergleichsweise Produkte ohne Bio Siegel. Der Anbau ist meist umweltfreundlicher, zudem sind weniger Zusatzstoffe erlaubt. Dass sich das auf den Preis auswirkt, ist verständlich. Auch wird in veganer Bio Schokolade häufig anstellt normalen Zuckers Bio Rohrzucker oder ein ganz anderes Süßungsmittel verwendet. Auch Kakaobutter gibt es in hoch- und in minderwertiger Qualität.

Veganer Schokolade zum Trinken – der heißgeliebte Kakao

So ganz ohne Kakao? Das können sich viele dann doch nicht vorstellen. Aber keine Sorge: kein Veganer muss auf das beliebte Getränk verzichten. Warum auch? Ganz im Gegenteil: Durch die Vielfalt an Pflanzenmilch, die es mittlerweile gibt, steigt auch die Vielzahl an Möglichkeiten. Früher hast du deinen Kakao mit Kuhmilch hergestellt. Heute bist du viel flexibler. Probiere den Kakao mal mit Kokosmilch, mal mit Reismilch, mal mit Hafer- und mal mit Mandelmilch. Du wirst schnell deinen persönlichen Favoriten entdecken. Gerade der Geschmack von Mandel passt zum Kakao ganz hervorragend.

Außerdem kannst du veganen Kakao auf verschiedene Arten herstellen: entweder einfach Kakaopulver (ohne Milch versteht sich) in heiße Pflanzenmilch einrühren und nach Belieben süßen.

Oder aber, und das ist auch eine wirklich leckere Variante, du nimmst einfach eine vegane Schokolade deiner Wahl und lässt diese langsam in warmer Milch schmelzen.

Dasselbe geht natürlich auch kalt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Im Übrigen gibt es pflanzliche Milch, die bereits Kakao enthält, auch in jedem Supermarkt und Naturkostladen zu kaufen. Hafermilch mit Kakao schmeckt oftmals wie flüssige Schokolade und unglaublich lecker.

Veganer brauchen also weder auf eine leckere Schokolade, noch auf kalten oder warmen Kakao zu verzichten!

Vegane weiße Schokolade

Viele mögen den eher süßen Geschmack von weißer Schokolade ganz besonders gerne. Keine Sorge: Auch hier müssen Veganer auf nichts verzichten. Denn natürlich gibt es mittlerweile auch längt weiße vegane Schokolade zu kaufen.

Du kannst vegane weiße Schokolade aber auch selber machen – geschmacklich ein echtes Highlight. Der Vorteil: Du kannst genau das hinein geben, was du magst an Zutaten.

Um vegane weiße Schokolade selber zu machen, brauchst du Kakaobutter, Kokosöl, Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker, nach Bedarf getrocknete Beeren und Mandel- oder Cashewmus. Im Internet gibt es zahlreiche YouTube Videos, in denen ganz genau erklärt wird, was du machen und was du beachten musst.

Ach ja: natürlich kannst du auf diese Art und Weise auch dunkle Schokolade herstellen, dafür gibst du einfach reines, dunkles Kakaopulver hinzu. Fertig ist die leckere, selbst gemachte Schokolade und diese Variante ist, vor allem, wenn du Bio Zutaten verwendest, sicher gesünder als die eine oder andere gekaufte.

Vegane Schokolade bekannter Hersteller

Wenn Lebensmittelhersteller schlau sind und den „Trend“ nicht verschlafen, bieten sie auch vegane Schokolade an. Bei Ritter Sport ist das schon länger der Fall, Lindt hingegen hat nach wie vor nur die Zartbitter Schokolade als vegane Schokolade im Sortiment. Recht neu auf dem Markt ist die vegane Schokolade von Katjes, die bei Erscheinen aufgrund der Werbung mit Kritik an der Milchproduktion ziemlich für Furore gesorgt hat. Diese Schokoladensorten findest du nicht im Reformhaus, sondern eher im ganz normalen Lebensmittelladen.

Häufig gestellte Fragen unserer Leser:

Wie schmeckt vegane Schokolade?

Tja, das ist wohl Ansichtssache, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Es gibt aber durchaus Produkte auf dem Markt wie zum Beispiel die Nirwana aus dem Reformhaus oder die Vego Schokolade vegan mit Haselnüssen, die – zumindest sind sich darin die meisten Konsumenten einig – ganz genauso schmeckt wie Schokolade mit Kuhmilch.

Es gibt aber auch Sorten, mit denen sich der ein oder andere nicht so recht anfreunden kann. Aber das ist bei Milchschokolade ja schließlich auch nicht anders. Hier hilft also nur eins: Durchprobieren, bis du ein Produkt gefunden hast, welches dir zusagt und schmeckt.

Wo kann ich vegane Schokolade kaufen?

Glücklicherweise kannst du vegane Schokolade mittlerweile fast überall kaufen. Zartbitter findest du in jedem Supermarkt, sogar im Discounter. Auch der bekannte Schokoladenhersteller Ritter Sport hat ein paar vegane Sorten im Sortiment. Marzipan ist zum Beispiel „zufällig“ vegan, darüber hinaus aber auch noch ein paar andere Sorten. Allerdings sind diese leider nicht in jedem Supermarkt vorrätig. Wenn du gar nicht fündig wirst, findest du im Naturkostladen ganz sicher mehrere vegane Schokoladen Sorten zur Auswahl oder aber bei Drogiermärkten wie DM und Rossmann. Auch diese beiden Ketten haben ihr veganes Sortiment und somit auch die Schokolade in den letzten Jahren deutlich erweitert. Die leckere Schokolade von Veganz gibt es teilweise bei Aldi, Rossmann und Edeka) und ichoc bekommst du bei DM.

Wie viel Kalorien hat vegane Schokolade?

Ist Schokolade in veganen Varianten möglicherweise kalorienärmer als „normale“? Leider nein. Denn auch in veganer Schokolade steckt neben Kakaobutter auch Zucker, sonst würde sie ja nicht süß schmecken, wie man das von Schokolade nun mal so gewohnt ist. Ein Vergleich der Kalorienmenge zeigt: der Unterschied ist marginal.

Vegane Schokolade ohne Zucker

Nur die roh-veganen Schokoladensorten, die übrigens unbedingt einen Versuch wert sind, sind oftmals weniger süß oder werden zum Teil mit Dattelsirup oder Birkenzucker gesüßt. Das kann sich positiv auf die Kalorienmenge auswirken.

Ist vegane Schokolade gesünder als Milchschokolade?

In den meisten Fällen – nein. Aber Schokolade soll ja auch nicht unbedingt gesund sein, oder? Immerhin steckt keine Kuhmilch drin, die von vielen als ungesund eingestuft wird. Da aber Kakaobohnen an sich super gesund, eigentlich sogar ein Superfood sind, sind zum Beispiel roh-vegane Schokoladen Sorten tatsächlich sehr gesund, vor allem, wenn sie nicht viel Zucker beinhalten.