ᐅ Vegane Zimtsterne ganz einfach selbst backen! [2022]

Wir haben in ganz Deutschland keinen einzigen Hersteller gefunden, welcher vegane Zimtsterne herstellt. Traurig, aber wahr. Das interessante ist, dass der Zimtstern von Teig alleine vegan wäre, da er ohne Butter gebacken wird.

Deshalb kann dieses Weihnachtsgebäck gerne etwas hart werden. Was den Keks für Veganer unbrauchbar macht, ist die weiße Eiweiß-Zucker-Glasur auf der Oberfläche. Wie Sie diese ganz leicht in eine vegane Variante verwandeln können, erklären wir Ihnen gleich.

Was sind Zimtsterne?

Zimtsterne sind ein fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei. Über die Entstehung wird spekuliert. Die einen sagen, es wäre in Schwaben entstanden. Andere Stimmen sagen, dass der Keks schon im 16. Jahrhundert erfunden gewesen sein muss, da der Kardinal Lorenzo Campeggio ist diese dem deutschen Kaiser Karl V. bei dessen Besuch reichte.

Das Gebäck besteht hauptsächlich aus Mandeln, Eischnee und Zucker. Das Besondere ist, dass lediglich um die 10 % Mehl im Gebäck enthalten sind. Der Teig wird recht kompakt und fest. Mit den typischen Ausstechern in Sternform werden die Sterne dann hergestellt.

Diese kann man backen, muss man aber nicht. Sie können auch bei Zimmertemperatur über mehrere Stunden trocknen. Anschließen bekommen Sie aus Puderzucker ein Eiklar einen weißen Fleck auf die Vorderseite. Dieser sollte dann in 5 bis 10 Minuten im Backofen gebacken werden.

Warum sind Zimtsterne nicht vegan?

In Zimtsternen ist in der originalen Version Eiweiß bzw. Eiklar. Da Veganer keinerlei tierische Produkte zu sich nehmen, kann dieser normale Zimtsterne folglich nicht essen.

Vegane Zimtsterne – was steckt drin?

In der veganen Version der Zimtkekse sind trotzdem die geschmacklichen Grundzutaten enthalten. Diese sind natürlich der Zimt und die gemahlenen Mandeln. Eiklar hat nun nicht wirklich einen herausragenden Eigengeschmack. Dieses dann zu ersetzen, ist nicht ganz so schwer.

Das Eiweiß dient in der normalen Variante dazu bei, dass die Teigmasse Bindung erhält. Sozusagen ein Kleber. Dies kann man aber wunderbar mit verschiedenen veganen Ersatzstoffen ebenfalls erreichen. So können Sie Datteln entkernen und diese also Bindemittel nutzen. Sie haben dann auch weniger Zucker im Gebäck, da Datteln recht süß sind. Es spricht aber auch nicht gegen den veganen Ei-Ersatz.

Gehen Sie dazu über, Marmelade oder Gelee als Bindemittel zu nutzen, dann wird dies den Geschmack deutlich verändern. Gerade, wenn es recht intensive Geschmacksrichtungen sind wie Aprikose oder Waldfrucht. Dies müssen Sie einkalkulieren und den veränderten Geschmack akzeptieren. Bleiben Sie bei Ei-Ersatz, schmecken die Zimtsterne genauso wie das Original.

Übrigens: Im Zimt ist der Stoff Cumarin enthalten. In der Literatur geistern so allerhand Gerüchte um diesen Stoff. So soll er krebserregend und giftig sein. Was nicht so häufig erwähnt wird, ist, dass Sie hierfür Zimt in extrem großen Mengen zu sich nehmen müssen und dies über einen langen Zeitraum.

Vegane Zimtsterne kaufen – wo gibt es sie?

Wir haben tatsächlich in keinem Supermarkt vegane Zimtsterne gefunden. Allerdings wurden wir bei DM fündig, bei der Firma Biovegan gibt es 2 verschiedene fertige Backmischungen für die vegane Alternative.

Vegane Zimtsterne Rezept – so gelingt’s

Da auf dem Markt nicht wirklich ein fertiges veganes Produkt angeboten wird, machen Sie die Zimtkekse doch einfach selbst am heimischen Herd. Das macht Spaß und Sie wissen ganz genau, was drin ist. Außerdem können Sie verschiedene Varianten ausprobieren und vielleicht schmecken Ihnen ja die Kekse mit Apfelmarmelade.

Hier die Zutaten:

  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 150 g gemahlene Haselnüsse (oder entsprechend mehr Mandeln)
  • 100 g Puderzucker
  • 50 ml Wasser
  • 10 g Zimt
  • 1 EL frischen Zitronensaft

Für die Glasur:

  • 150 g Puderzucker
  • 15 TL pflanzliche Milch (geschmacksneutral)
  • Eventuell Zimt zum Bestreuen

Zubereitung:

Sieben Sie den Puderzucker zuerst in eine Schüssel. So hat er garantiert keine Klümpchen mehr. Sieben Sie hierüber den Zimt und geben dann die Mandel und Haselnüsse dazu. Vermengen Sie dies alles schon mal lose mit den Händen. Nun pressen Sie die Zitrone aus und verteilen einen Esslöffel davon gleichmäßig über der Masse. Verkneten Sie die Zutaten unter schluckweiser Beigabe des Wassers zu einem homogenen Teig.

Der Teig kann recht fest und klebrig werden. Zum Ausrollen können Sie ihn mit Backpapier belegen oder mit Frischhaltefolie. Rollen Sie ihn nicht dünner aus als 5 mm. Sonst wird es sehr kross und hart. Nach dem Ausrollen stechen Sie die Sterne aus. Legen Sie diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Sie sollten aus dieser Teigmenge ca. 30 süße Sternchen erhalten.

Backen Sie diese nun bei ca. 180 C für 6 bis 8 Minuten. Oder bei 160 C für 10 Minuten. Achten Sie darauf, dass die Sterne nicht dunkel werden. Lassen Sie die Sterne gut auskühlen. Währenddessen sieben Sie den restlichen Puderzucker in eine Schüssel und verrühren diesen mit der Pflanzenmilch. Achten Sie darauf, dass dieser recht dickflüssig ist, sonst läuft er Ihnen vom Gebäck. Jetzt können Sie den Guss mithilfe eines Löffels auf den Sternen verteilen und fest werden lassen.

Fazit

Vegane Zimtsterne sind nicht wirklich in den deutschen Supermärkten angekommen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, diese in verschiedenen Variationen zu Hause selbst zu backen. Gerade zur Vorweihnachtszeit wird dies ein großer Spaß.