ᐅ Vegane Sauce Hollandaise: So bekommen Sie das Gericht hin [2022]

Die Sauce Hollandaise ist aus der französischen Küche nicht wegzudenken. Schon um 1758 wird diese blassgelbe Sauce erwähnt. Sie nahm ihren Siegeszug über Europa und passt zu sehr vielen Gerichten. Die vegane Version ist tatsächlich sehr unterschiedlich von den Zutaten, aber trotzdem sehr lecker.

Was ist Sauce Hollandaise?

Eine klassische Sauce Hollandaise ist eine aufgeschlagene Buttersauce, welche eine Farbe zwischen weiß und blassgelb aufweist. Trotz des irreführenden Namens ist sie ein fester Bestandteil der französischen Küche und stammt wohl aus der Normandie. Im Buch Dons de Comus wird eines der ältesten überlieferten Rezepte genannt. Hier ist das Interessante, dass eine wichtige Zutat fehlt, das Ei.

Sicherlich fragen Sie sich, warum die Sauce Hollandaise heißt, wenn sie doch aus Frankreich stammt. Dies hat damit zu tun, dass damals die Produkte aus Holland ein Qualitätsmerkmal war.

Warum ist Sauce Hollandaise nicht vegan?

Diese Sauce ist im Original nicht vegan, weil sie aus Butter, Eiern, Mehl, Bouillon, Kräutern und Salz hergestellt wird. Im Prinzip ist es eine Emulsion. Selbst als Anfang des 20. Jahrhunderts das Rezept für eine klassische Sauce Hollandaise auf die Zutaten: Eigelb, geklärte Butter, Salz und Pfeffer reduziert wurden, ist diese Sauce nicht vegan.

Aus was besteht vegane Sauce Hollandaise?

In der veganen Variante dieser leckeren Sauce sind die Zutaten doch recht unterschiedlich zum Original. Machen Sie die Sauce selbst, dann können Sie folgende vegane Produkte nutzen: Margarine, Mehl, Wasser, Sojarahm, veganer Weißwein, Zitronensaft, Hefeflocken, veganen Senf, vegane Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer.

Ist Ihnen das zu aufwendig, können Sie auf zwei Produkte zurückgreifen, welche vegan sind. Das eine, die vegane Sauce von Tomy und das andere ist von der Firma Bedda. Bedda finden Sie bei REWE, Edeka und online. Hier sollten Sie aber wissen, dass dort Zucker enthalten ist. Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich. Wird die originale Version bei Tomy als sehr ausgewogen beschrieben, so liest man Kommentare über die vegane Sauce wie: ist eher in der säuerlichen Richtung und etwas rauer im Mund.

Andere beschreiben die Sauce, als fast nicht zu unterscheiden vom Original. Bei der Sauce von Bedda fehlt der typische Hollandaise Geschmack am Ende. Alles in allem schneiden die veganen Saucen aber gut ab. Auch online können Sie fündig werden oder im Bioladen um die Ecke. Hier gibt es manchmal auch Produkte von kleineren Herstellern in veganer Bioqualität. Einige Beispiele sind: Emils Bio-Manufaktur, Leve-Gesund Versand, Vegpool oder Vegversand.

Zu was isst man Sauce Hollandaise?

Der Klassiker ist natürlich Spargel, egal ob weiß oder grün, mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln. Doch, diese leckere Sauce passt noch zu viel mehr Gerichten. Köstlich schmeckt sie zu einem Blumenkohlgericht oder Brokkoli. In manchen Restaurants werden Gemüseplatten grundsätzlich mit dieser Sauce gereicht. Aber auch Fischgerichte brauchen nicht unbedingt eine Remoulade, eine Hollandaise ist etwas leichter und eventuell eleganter.

Gerade panierter Fisch ist ein idealer Tellernachbar. Der Geschmack von Meeresfrüchten kann ebenfalls sehr gut unterstrichen werden. Top sind hier Miesmuscheln und Garnelen. Selbst zu Fleisch passt diese Sauce. Sowohl Rinderfilet als auch Geschnetzeltes werden hier in vielen Kochbüchern erwähnt. Für die Veganer ist eine Alternative Fleischersatz, Tofu und Kartoffeln mit dieser leckeren Sauce zu probieren.

Spargel und vegane Sauce Hollandaise – Rezept

Zutatenliste für 4 Personen:

  • 1.5 Kilo weißen Spargel
  • 800 g Kartoffeln

Für die Sauce für 4 Personen:

  • 200 g Mehl
  • 200 ml vegane Gemüsebrühe
  • 250 g Margarine oder Öl
  • 1 TL veganer Weißwein
  • 200 ml Sojasahne, Hafersahne etc.
  • Salz und Pfeffer, Muskat, etwas Kurkuma
  • 200 ml Wasser
  • Etwas Zitronensaft
  • Etwas veganen Senf
  • 3 EL Kartoffelstärke

Zubereitung:

Zuerst kochen Sie die Salzkartoffeln. Nach dem Schälen geben Sie diese für ca. 25 Minuten in kochendes Wasser bis diese bissfest sind. Schälen Sie währenddessen die Spargelstangen mit einem Spargelschäler. Schneiden Sie auch die holzigen Enden ab. Es gibt spezielle Spargelkochtöpfe. Haben Sie keinen, tut es auch ein ganz normaler. Sehr lecker ist es, wenn Sie den Spargel mit frischen Kräutern und/oder gehackten Zwiebeln/Knoblauch kochen.

Hierzu lassen Sie den Spargel ca. 12 bis 15 Minuten kochen. Gegen Ende der Garzeit die Temperatur reduzieren, damit der Spargel nicht verkocht. Ist der Spargel bissfest, fischen Sie ihn aus dem Topf und halten ihn warm. In der Zwischenzeit stellen Sie die Hollandaise her.

Hierzu gebe Sie die Margarine in einen Topf und lassen diese schmelzen. Sieben Sie das Mehl hinein und schwitzen Sie dieses kurz an. Vermengen Sie die Gemüsebrühe mit der Sojasahne und verquirlen Sie dieses. Gießen Sie diese Mischung langsam unter ständigem Rühren in die Mehlschwitze hinein. Gehen Sie hierbei eher langsam vor. Schmecken Sie alles ab, mit etwas Senf, Zitronensaft, Weißwein, Salz und Pfeffer.

Kleiner Tipp: Kurkuma kann recht bitter sein. Verwendet wird er hier, da er schön gelb ist. Dies würde normalerweise durch den Dotter entstehen, welchen wir aber nicht verwenden können. Dosieren Sie das Kurkuma sehr sparsam, damit er nicht die ganze Sauce verdirbt. Nun können Sie alles gemeinsam anrichten. Guten Appetit.

Fazit

Auch auf diesen Saucenklassiker müssen Veganer nicht verzichten. Es ist sowohl Fertigprodukte auf im Supermarkt oder Bioladen zu finden. Selbst gekocht ist sie aber mit Sicherheit eine Bereicherung für viele leckere vegane Gerichte.