ᐅ Vegane Mascarpone: So gelingt der Ersatz [2022]

Übersetzt man das Wort Mascarpone, bedeutet dies nichts anderes als Rahm. Es stammt wohl aus der Lombardei in Italien. Wie bei vielen Produkten darf nur etwas den Namen tragen, wenn es wirklich im Ursprungsland hergestellt wurde. Wird also Mascarpone in Deutschland produziert, wird dies mit „Frischkäse nach italienischer Art“ bezeichnet.

In Österreich nennen sie es Mascarino oder auch Tiramisu-Käse. Es ist allerdings nicht geschützt und darf weltweit produziert werden. Das bekannteste Dessert, welches wohl weltweit daraus hergestellt wird, ist natürlich das leckere Tiramisu. Doch, das ist nicht alles.

Sie können diese Creme mit frischen Früchten genießen als Dessert. Rühren Sie etwas Kakaopulver ein und etwas Zucker haben Sie fast schon eine Mousse au Chocolat. So manche Sauce, Suppe oder ein Auflauf bekommt durch den Mascarpone die besondere, feine Note. Auch zum Andicken von Speisen eignet sich das Produkt hervorragend.

Was ist Mascarpone?

Mascarpone ist im Original ein sogenannter Frischkäse auf Doppelrahmstufe. Das bedeutet er hat um die 80 % Fett um trockenen Zustand. Das ist schon eine ganze Menge. Der Rahm wird also von der Milch abgeschöpft und dann mit Säuren der Zitrone, Essig oder vom Wein eingedickt. Um Mascarpone zu gewinnen, wird er dann mit Kälberlab fermentiert. Auch Buttermilch kann zugegeben werden.

Kälberlab besteht aus den Enzymen Chymosin und Pepsin. Diese wird aus den Mägen von Kälbern gewonnen, welche noch Milch trinken. Dieses Lab dickt den Rahm so ein, dass daraus der Frischkäse entsteht. Diesen Käsebruch muss man dann nur noch vom Wasser trennen und somit hat man die Grundlage für die Mascarpone. Somit ist klar, dass nicht nur der Rohstoff Milch bzw. Rahm nicht vegan ist, sondern auch die Gewinnung des Labs.

Genutzt wird der Mascarpone für Füllungen in Kuchen und Torten, für Desserts, in Eiscreme und Cremespeisen. Der Mascarpone ist schnell verderblich und muss konstant gefühlt werden. Ist er offen im Kühlschrank, nimmt er alle unangenehmen Gerüche an. Er sollte also immer gut verschlossen aufbewahrt werden und dann rasch verbraucht.

Vegane Mascarpone – was steckt drin?

Es gibt tatsächlich mehrere verschiedene Ansätze, woraus vegane Mascarpone hergestellt wird. In der Regel geht es hierbei immer um den Geschmack und die Konsistenz. Die Zutatenlisten können sich recht unterschiedlich lesen.

Zum Beispiel: gekeimter Vollkornreis (Bio), Wasser, Kokosöl, Agaveninulin, Verdickungsmittel: Gummiarabikum, Natriumalginat, Johannisbrotkernmehl, Erbsenprotein. Die Zutaten zur Schlagfix Mascarpone vegan lautet wie folgt: Wasser, gehärtetes Kokosfett, Kokosfett, Maltodextrin, Reispulver ‚(getrockneter Reissirup, Reisstärke, Reismehl), Kartoffelprotein, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl, Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Aroma, Säuerungsmittel: Zitronensäure.

Vegane Mascarpone Schlagfix – die beste Marke?

Diese Frage kann man so nicht pauschal beantworten. Hierzu ist es nötig, die Rezessionen zu lesen und zu vergleichen. Außerdem ist dies wie bei vielen Dingen eine individuelle Geschmackssache. Allerdings muss man erwähnen, dass das vegane Produkt von Schlagfix das Siegel: „Superior Taste Award“ für herausragenden Geschmack bekommen hat. Der Becher kostet 2.49 Euro.

In dem Fall liegt also die Vermutung sehr nahe, dass sich hier die Hersteller von Schlagfix recht viel Mühe gegeben haben, ihr Produkt so nahe wie möglich am Original anzulehnen. Es gibt auch Verys vegane Mascarpone, welche Sie für 5.98 Euro bekommen können.

Vegane Mascarpone – wo kaufen?

Die Auswahl an Mascarpone in veganer Machart ist eher schlecht. Im Kaufland finden Sie die Variante von Schlagfix, welche wohl in anderen Supermärkten auch mehr oder weniger vertreten ist. Auch online gibt es etwas zu finden. Hier zum Beispiel von Vantastic Foods.

Vegane Mascarpone Denns

Bei Denns BioMarkt gibt es ebenfalls die vegane Variante. Sie ist von Züger und heißt Veganer Bio MascarVone. Dieser Mascarpone ist auf Erbsen- und Pflanzenfettbasis kreiert und kostet 3.15 Euro. In Flugblatt-Aktionen kann sie auch günstiger sein.

Vegane Mascarpone Rewe

Rewe ist recht gut bestückt mit veganen Lebensmitteln. So ist es nicht verwunderlich, dass Sie auch hier die vegane Alternative von Schlagfix finden werden.

Alternativen zu veganer Mascarpone

Es gibt natürlich Alternativen zu einer veganen Mascarpone. Hier müssen Sie immer für jeden Einzelfall entscheiden. Was wollen Sie mit dem Ersatzprodukt machen? Geht es um die Herstellung von Tiramisu, benötigen Sie etwas, was sehr cremig oder rahmig anmutet. Alnatura ist eine reine Bio-Marke, welche natürlich auch vegane Lebensmittel im Programm hat.

Hier ist es eine Frischecreme Natur, vegan. Sie bekam von 5 Sternen immerhin 4.3. In den Rezessionen wird sie so beschrieben, wie das auch für eine Mascarpone der Fall wäre und ist ohne Soja. Dann gibt es die Versionen aus Soja oder mit Soja. Des Weiteren können Sie auf Produkt aus Kokosnuss oder Mandeln zurückgreifen. Ricotta ist kein Mascarpone, kommt dem aber recht nahe, da er keinen Eigengeschmack hat. Auch hier müssen Sie die vegane Alternative wählen.

Schließlich können Sie noch veganen Quark oder veganen Frischkäse testen. Als letzter Tipp gilt die Creme fraîche. Diese hat einen Fettgehalt von 30 Prozent. Erfahrene Köche sagen, dass veganer Frischkäse wohl die beste Alternative sein. Hierbei sollten Sie einen hohen Fettgehalt wählen.

Kann man vegane Mascarpone selber machen?

Mit Lust, Liebe und Geduld können Sie Ihren veganen Mascarpone auch am heimischen Herd herstellen. Wir haben Ihnen hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung aufgeschrieben, welche garantiert klappt.

Zuerst die Zutaten für 500 g: Zubereitungszeit ca. 4.30 Stunden:

  • 180 ml Hafermilch
  • 95 g vegane Margarine
  • 90 ml Rapsöl oder alternativ Kokosöl (Rapsöl hat weniger Eigengeschmack)
  • 80 g Cashewkerne
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Weichen Sie die Cashews über Nacht in kaltem Wasser ein. Am nächsten Tag geben Sie diese durch ein Sieb und lassen alles gut abtropfen. Geben Sie diese in einen Standmixer. Gießen Sie mit der Hafermilch auf und fügen Sie die Margarine, das Öl, das Sahnesteif und die Prise Salz hinzu. Pressen Sie eine frische Zitrone aus und messen Sie 2 Esslöffel davon ab. Geben Sie auch dies in den Mixer dazu.

Pürieren Sie alles so lange, bis eine sehr feine Creme entstanden ist. Es sollten keinerlei Klümpchen mehr vorhanden sein. Füllen Sie die Creme in eine Schüssel und verschließen Sie diese mit einem Deckel oder Frischhaltefolie. Am besten lassen Sie die Creme über Nacht ziehen. Stellen Sie die Creme in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag können Sie die Creme mit dem Handrührgerät gerne kräftig durchrühren und verwenden oder so genießen. Übrigens: Sie können diese Creme auch einfrieren, zum Beispiel in Portionen. Nach jedem Auftauen wieder kräftig mit dem Rührgerät durchschlagen.

Fazit

Mascarpone ist eine typisch italienische Creme aus Rahm. Sie hat einen festen Platz in der internationalen Küche und viele Anwendungsmöglichkeiten. Für den Veganer ist sie aber ein No-Go. Deshalb gibt es die vegane Variante oder eben auch Alternativen. Es muss nicht immer das Original sein. Oftmals kann man für die spezielle Anwendung auch eine Alternative in veganer Version nutzen, welche der Konsistenz aber recht nahekommt.

Auch wenn es sich auf den ersten Blick etwas langwierig anhört, vegane Mascarpone selbst zu Hause herzustellen ist nicht so schwer. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Sie können so viel herstellen wie Sie möchten und den Rest einfrieren. So haben Sie immer diese leckere Creme im Haus.

Die Kosten für das Herstellen in der heimischen Küche sind sicherlich geringer, als wenn Sie das Produkt im Supermarkt oder Bioladen erstehen. Kleiner Tipp: Cashewkerne sind manchmal recht teuer. Benutzen Sie doch anstatt dessen Cashew Bruch. Dieser ist wesentlich günstiger und der Qualität tut es keinen Abbruch. Dort ist es nicht immer vorrätig und nicht alle Läden führen dieses Produkt.