▷ Veganes Proteinpulver: Muskelaufbau leicht gemacht [2022]

Kraft aus Pflanzen – Veganes Proteinpulver und seine Stärken

Proteinpulver unterstützt beim Muskelaufbau. Doch dafür benötigt es nicht unbedingt tierische Produkte. Auch veganes Proteinpulver hat es in sich. Da Protein in vielen Köpfen noch immer eng mit Fleisch und Co. verbunden ist, wird das Thema pflanzliches Proteinpulver hart umstritten. Mit diesem Artikel möchten wir Aufklärung schaffen und über die Vorteile von veganen Proteinpulver informieren.

Was ist veganes Proteinpulver?

Ein Proteinshake nach der Trainingseinheit gehört bei vielen Sportlern einfach dazu. Auch Veganer müssen darauf nicht verzichten, da es mittlerweile auch pflanzliches Proteinpulver zu kaufen gibt. Zum Glück, denn Proteinpulver fördert den Aufbau von Muskelmasse.

Während herkömmliches Proteinpulver aus Molke gewonnen wird, besteht pflanzliches Proteinpulver aus Soja, Erbsen, Reis, Hanf oder Süßlupinen. Mehr zu den einzelnen Zutaten später. Proteine sind der Hauptbestandteil unsere Muskeln. Sie setzen sich aus verschiedenen Aminosäuren zusammen.

Das Wichtigste über Proteinpulver in Kürze:

  • Proteinpulver besteht aus leicht verdaulichen Eiweißen.
  • Pflanzliches Proteinpulver wird entweder mit Wasser oder einer Milchalternative angemischt.
  • Mehrkomponenten-Pulver bestehen aus nicht nur einer Eiweißquelle, sondern aus mehreren.

Eiweiß in Form von Proteinshakes, egal ob vegan oder nicht vegan, zuzuführen ist nicht zwingend notwendig, da man den Bedarf an Eiweiß auch über die Nahrung decken. Eine ausreichende Eiweißversorgung ist für den Körper und für die Gesundheit ab von enormer Wichtigkeit.

Warum Proteinpulver?

Eiweiß zählt zu den wichtigsten Nährstoffen, mit dem wir unseren Körper täglich versorgen sollten. Genauer gesagt, ist Eiweiß neben Kohlenhydraten und Fetten der drittgrößte Nährstoff. Sprechen wir von Eiweiß, ist automatisch damit auch Protein genannt, da Protein der Fachbegriff für Eiweiß ist.

Spezielle für Menschen, die viel Sport treiben oder sich gerade im Muskelaufbau befinden, ist Proteinpulver ein idealer Begleiter. Bei Sport, beziehungsweise bei aktiven Tätigkeiten generell wird der Glykogenspeicher im Körper schneller geleert. Ein Proteinshake dient in diesem Fall als Energiequelle, um den Speicher wieder aufzufüllen. Außerdem benötigt man Protein für die Bildung von neuer Muskelmasse.

Personen, die gerade nicht aktiv trainieren, ihre Muskeln aber beibehalten möchten, sollten auch auf Proteinpulver zurückgreifen, da der Mehrbedarf an Eiweißen trotzdem weiterhin gedeckt werden muss.

Da Eiweiß auch sehr wichtig für den Körper ist, sollten Menschen, die ihre Eiweißversorgung alleine durch die Nahrungsaufnahme nicht decken können auf Proteinshakes zurückgreifen. Die durchschnittliche empfohlene Proteinzufuhr liegt bei 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Durch Proteinpulver lässt sich die Eiweißzufuhr einfach decken.

Veganes Proteinpulver oder tierisches Proteinpulver?

Bei der Frage, ob man lieber auf veganes oder doch auf herkömmliches Proteinpulver zurückgreifen sollte, scheiden sich die Meinungen. Aus diesem Grund haben wir von beiden Varianten jeweils die Vor- und Nachteile zusammengefasst.

Die Vorteile von veganem Proteinpulver:

  • Im Vergleich zu tierischen Proteinpulver benötigt pflanzliches weniger Energie, um verstoffwechselt zu werden. Dadurch sieht man schnellere Erfolge.
  • Pflanzliches Proteinpulver ist in der Regel frei von Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen.
  • Der Fettanteil von veganem Proteinpulver ist vergleichsweise sehr niedrig.
  • Pflanzliches Proteinpulver ist sehr leicht verdaulich und gelenkschonend.

Die Nachteile von veganem Proteinpulver:

  • Die biologische Wertigkeit von pflanzlichem Proteinpulver ist geringer, da sie oft nicht die optimale Aminosäuren-Zusammensetzung beinhalten.
  • Für Allergiker ist pflanzliches Proteinpulver oft ungeeignet.
  • Häufig lässt sich veganes Protein schlechter in Wasser oder einer Milchalternative auflösen.

Die Vorteile von tierischem Proteinpulver:

  • Tierisches Protein wird im Körper schneller aufgenommen und wirkt sich daher positiv auf die Muskelregeneration direkt nach dem Training aus.
  • Herkömmliches Proteinpulver lässt sich besonders leicht in Wasser, Milch oder Quark auflösen.
  • Tierisches Proteinpulver ist in der Regel billiger als pflanzliches.

Die Nachteile von tierischem Proteinpulver:

  • Das Risiko, an Herz-Kreislauf-Beschwerden zu erkranken ist beim Verzehr von tierischen Proteinen höher.
  • Tierisches Proteinpulver beinhalte mehr gesättigte Fettsäuren.
  • In tierischem Proteinpulver befinden sich meist mehr künstliche Aromen und Konservierungsstoffe.

Vegane Proteinquellen

Um seinen Eiweißbedarf zu decken, müsse keine tierischen Proteinquellen her. Auch pflanzliche Lebensmittel liefern Protein. Protein ohne tierische Inhaltsstoffe wird aus verschieden Pflanzen gewonnen. Wir haben diese mal genauer unter die Lupe genommen:

Proteinpulver aus Soja

Soja wurde in letzten Jahren kontrovers diskutiert. Grund dafür ist, dass Soja sekundäre Pflanzenstoffe beinhaltet, sogenannte Isoflavone, welche dem weiblichen Hormon Östrogen ähneln. So wurde zum Beispiel befürchtet, dass Soja in den Hormonhaushalt von Männern eingreift. Hier können wir aber Entwarnung geben, Soja wirkt sich weder bei Frauen noch bei Männern auf dem Hormonhaushalt aus. Aus diesem Grund ist Soja eine hervorragende Proteinquelle. Sollte man jedoch bereits viel Tofu oder Sojaprodukte konsumieren, sollte man auf Proteinpulver aus Soja verzichten und stattdessen eine andere Proteinquelle einbauen.

Proteinpulver aus Erbsen

Erbsenprotein ist sehr gut verträglich und enthält im Vergleich zu anderen veganen Proteinquellen noch dazu viel Eisen. Eisen ist wichtig für das Blut und bindet Sauerstoff in der Blutbahn. Durch den Verzehr von Proteinpulver aus Eisen schlägt man also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Proteinpulver aus Reis

Proteinpulver aus Reis besteht in der Regel aus braunen Reis. Bei der Gewinnung von Eiweiß wird das Reiskorn extrahiert und die Proteine entzogen. Reis hat einen hohen Anteil an Aminosäuren, welche der Körper nicht selbst herstellen kann. So hat Reise eine gute biologische Wertigkeit. Proteinpulver aus Reis ist etwas mehlig. Ansonsten ist der Geschmack aber relativ neutral.

Proteinpulver aus Hanf

Proteinpulver aus Hanf hat unter den veganen Proteinpulvern die beste biologische Wertigkeit. Das bedeutet, dass Protein aus Hanf einfach in körpereigene Proteine umgewandelt werden kann. Zudem enthält das Pulver viele Ballaststoffe und Vitalstoffe. Proteinpulver aus Hanf besteht neben Eiweiß auch aus wertvollen Omega-3-Fettsäuren, welche eine entzündungshemmende Funktion auf den Körper haben.

Proteinpulver aus Süßlupinen

Das aus Süßlupinen gewonnene Eiweiß wirkt auf den Körper sehr basisch. Sprich, es ist äußerst arm an Harnsäure produzierenden Purinen. Aus diesem Grund ist Proteinpulver aus Süßlupinen auch für Personen mit Gelenkbeschwerden oder rheumatischen Erkrankungen geeignet. Generell ist die Süßlupine mit 41 Prozent Eiweiß und nur 3,3 Prozent Fett eine hervorragende Eiweißquelle. 

Veganes Proteinpulver in Drogerien kaufen

Wer pflanzliches Proteinpulver nicht online bestellen möchte, findet es auch in sämtlichen Drogerien. Wir haben uns in den Drogerien auf die Suche nach veganem Proteinpulver gemacht und sind auf folgende Ergebnisse gestoßen:

Veganes Proteinpulver bei DM

Bei DM gibt es neben dem Sportness Proteinpulver in Vanillegeschmack auch noch das Naduria Mandelprotein. Beide Produkte haben einen hohen Proteingehalt und sind gluten- und zuckerfrei. Das Naduria Mandelprotein ist zudem komplett ungesüßt. Mit einem Preis von rund 8 Euro haben beide Varianten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Veganes Proteinpulver bei Rossmann

Rossmann hat im Vergleich zu DM eine größere Auswahl an veganen Proteinpulvern. Speziell die Produkte von Wellmix können sich hier sehen lassen. Egal, ob Vanille, Cookies & Cream oder Schoko. Wellmix bietet eine große Auswahl. Der Preis von den Produkten liegt mit rund 6 Euro unter dem Durchschnitt. Sie sind daher sehr günstig.

Gibt es veganes Proteinpulver ohne Süßungsmittel?

Viele Sorten von veganem Proteinpulver sind frei von Süßungsmitteln oder Aromastoffen. Teils gibt es pflanzliche Proteinpulver auch komplett ungesüßt. Ob ein Proteinpulver mit Zucker oder anderen Stoffen gesüßt wurde, kann man anhand der Zutatenliste ermitteln. Die Produkte von KoRo oder InnoNature sind hier sehr zu empfehlen.

Veganes Proteinpulver ohne Soja

Wenn es sich nicht um ein Mehrkomponenten Proteinpulver handelt, sind Proteinpulver welche, aus Erbsen, Reis, Hanf und Co. bestehen in der Regel Sojafrei. Auch hier kann man an der Zutatenliste ablesen, welche Bestandteile enthalten sind. Sojafrei Proteinpulver sind leicht zu finden und unterscheiden sich auch nicht vom Preis.

Bekommt man von veganen Proteinpulver Blähungen?

Das man von Proteinpulver Blähungen bekommt, ist schon lange bekannt. Anders ist das aber bei veganem Proteinpulver. Pflanzliches Proteinpulver wird leichter verdaut, als welches mit tierischem Ursprung. Hier kann man also sagen, dass man von veganem Proteinpulver keine Blähungen bekommt.

Fazit

Egal, ob nach dem Sport zum Muskelaufbau oder einfach um den Eiweißbedarf zu decken. Proteinpulver kann dabei helfen. Die vegane Variante hat im Vergleich zu der tierischen Option auch diverse andere Vorteile.